Aktueller Newsletter: Psychohygiene Tagebuch mit Fragen zum Download

 

Vor einiger Zeit ist mir beim Entrümpeln mein aller erstes Tagebuch zwischen die Finger gekommen. Rosa mit einem Teddybären drauf und dickem Schloss zum Versperren. Am ersten Eintrag konnte ich erkennen, dass es an meinem 7. Geburtstag war – damals habe ich es von meinen Eltern geschenkt bekommen. Ich war gerade mal einen Monat in der Schule – dementsprechend kreativ war meine Rechtschreibung. Ich entzifferte Wort für Wort und schwups war eine Stunde vorbei. Ganz beseelt und gerührt schloss ich das Buch und machte weiter bei meiner „Ausräumaktion“.
Ihr müsst wissen, ein bis zwei Mal im Jahr durchforste ich jeden Winkel meiner Wohnung mit den drei Fragen:
Brauche ich dich?
Stecken Erinnerungen drin?
Lieb ich dich?

Und je mehr NEIN dieser Gegenstand sammelt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er entsorgt wird. Ich liebe das Gefühl der Entrümpelung und einmal angefangen, kann ich kaum mehr damit aufhören. Anfangs war ich etwas länger dran, doch auch nach 6 Monaten ist es beeindruckend, was sich alles ansammelt. Zeitschriften im Gäste-WC, einzelne Socken, die vergeblich auf die bessere Hälfe warten, Blumenuntersetzer der eingegangenen Orchidee, der eingetrocknete Nagellack, das Werbegeschenk, 54 Kugelschreiber, ... die Liste ist lang.

Mit diesem befreienden Gefühl setzte ich mich an diesem Abend auf die Couch und meine Gedanken wanderten wieder zu meinem Fund: dem Tagebuch.
Was hat mich damals bewogen täglich meine Gedanken und Erlebnisse vor dem Schlafengehen zu notieren? War dies auch eine Form der „Entrümpelung“?
Tagebücher sind subjektiv, schildern individuelle Eindrücke, Sehnsüchte und Gefühle. Es ist ein Ventil und du kannst ihm alles anvertrauen – unzensiert. Worte, die für niemand anderen einsehbar sind. Durch die Beschäftigung mit dir selbst, deinen Wünschen, Träumen, Sehnsüchten und Gefühlen befindest du dich in einer regelmäßigen Selbstreflexion.
Indem wir unserem Innenleben eine Bühne geben, kann es Gestalt annehmen, sichtbar und bewusst werden. Erst dann ist es möglich diese Vielfalt zu betrachten, zu ordnen, vielleicht auch zu refraimen (umdeuten) und wenn nötig entrümpeln.
Eine meiner ersten Strategien der Psychohygiene war im Rückblick das Tagebuchschreiben. Später habe ich noch einige Variationen des Tagebuchschreibens angewandt, wie beispielsweise das Dankbarkeitstagebuch, das Zieletagebuch oder auch das Veränderungstagebuch.

Egal welche Variante du wählst, ob freischreiben, oder ob du gezielte Fragen beantwortest, es ist eine Chance, dein inneres zu Hause zu sortieren und dich von Altlasten zu befreien. Die Frage „Brauche ich dich und wenn ja WOZU?“, ist auch beim inneren Aufräumen eine dienliche Frage, welche dich herausfinden lässt, wer du wirklich bist.

Vielleicht hilft dir eine Einstiegsfrage, um leichter starten zu können. Wenn dann noch Zeit und Lust vorhanden ist, kannst du noch ein paar freie Gedanke notieren.

Im Anhang findest du 31 Fragen zum Download, welche dich einen Monat lang begleiten und auch immer wiederholt werden können.
 
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Irmi und Margit

 

Irmi und Margit

 

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